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Die KUG trauert um Karl Haidmayer

Foto: Torsten Klemm/pixelio

Mit dem vielfach geehrten Musikwissenschaftler, Pianisten und Komponisten ist eine der prägenden Persönlichkeiten aus der Akademie- und Hochschulzeit der heutigen Kunstuniversität Graz verstorben.

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Karl Haidmayer war Absolvent des Konservatoriums und Professor der Akademie bzw. Hochschule für Musik und darstellende Kunst Graz. Er studierte Klavier (bei Hugo Kroemer) sowie Theorie, Dirigieren und Komposition (bei Waldemar Bloch) und Musikerziehung (bei Erich Marckhl) und promovierte schließlich an der Universität Graz zum Doktor der Musikwissenschaften.

Haidmayer wirkte zunächst als Opern- und Konzertkritiker für die Grazer Tageszeitung „Wahrheit“ und die „Kleine Zeitung“ sowie als Programmgestalter am Sender „Alpenland“, zudem war er Musikreferent des Forum Stadtpark. Seine Laufbahn als Lehrender begann er als Klavierlehrer am MUPÄD (Musisch pädagogisches Realgymnasium), seine künstlerische Karriere als Liedbegleiter von Schauspielerin und Chansonsängerin Marianne Kopatz.

In den 1960er-Jahren wurde Karl Haidmayer ​Lehrender für „Allgemeine Bildungskunde“ und Klavier am Steiermärkischen Landeskonservatorium. 1963 folgte die Übernahme in den Lehrkörper der neu gegründeten Akademie sowie (am 1. Juli 1963) die Ernennung zum „Professor“. Zugleich übernahm Haidmayer auch die Leitung des Pressereferates der Akademie.

An der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz war Karl Haidmayer unter den Rektoren Friedrich Korcak, Otto Kolleritsch und Sebastian Benda tätig. 1972 erfolgte die Ernennung zum ao. HProf. für Musiktheorie und Komposition, am 01.12.1976 jene zum Ordentlichen Hochschulprofessor. Haidmayer wurde Leiter der Lehrkanzel für Tonsatzlehre, ab 1991 unterrichtete er zudem am Konservatorium der Stadt Wien sowie an der Universität Wien. 1992 fand seine vorzeitige Emeritierung (aus gesundheitlichen Gründen) statt. Als sein Nachfolger wurde der Komponist Gerd Kühr berufen.

Zu seinen zahlreichen Ehrungen zählte der Joseph Marx-Preis (1952), der Staatspreis/Förderungspreis (1962), der Musikpreis des Landes Niederösterreich (1967), die Goldmedaille für Kunst und Wissenschaft des Kulturministeriums in Sofia (1983), das Große Ehrenzeichen des Landes Steiermark (1987), das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Graz (1993), das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst (1998 ), die Ernennung zum Professor h.c. der St.Lukas-Akademie in Antwerpen (1999), die Goldene Promotion an der Universität Graz (2002) sowie der Ehrenring des Landes Steiermark (2017).