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Uraufführungen von KUG-Lehrenden und -Studierenden bei Wien Modern

Pia Palme; Foto: Maria Frodl

Vom 29.10. bis 29.11. sind im Rahmen von Wien Modern – Österreichs größtem Festival für Neue Musik – unter anderem Uraufführungen von Pia Palme, Klaus Lang, Georg Friedrich Haas oder Gianluca Iadema zu erleben. „Orgel Modern“ wagt heuer einen frischen Blick auf die „Königin der Instrumente“, dabei erklingen unter anderem Kompositionen der KUG-Studierenden Alyssa Aska.

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29.10. – 29.11.2020
Diverse Locations in Wien
www.wienmodern.at


Auf Grund der aktuellen COVID-19-Maßnahmen können die für November geplanten Wien Modern-Veranstaltungen nicht mit Publikum stattfinden. Ein Großteil der Produktionen wird aber in den digitalen Raum verlegt bzw. auf 2021 verschoben. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Moderne Orgelmusik und experimentelles Musiktheater aus dem KUG-Umfeld stehen unter anderem am Programm des Festivals Wien Modern. Unter dem Titel „Stimmung“ bringt das Festival für Neue Musik 104 Veranstaltungen an 32 Spielstätten in Wien. Zahlreiche Ur- und Erstaufführungen laden zum Eintauchen in eine Welt neuer Tonsysteme, radikal getunter Farbpaletten und besonderer Musikinstrumente.

In einem 3D-Orchesterkonzert am 19. November ist KUG-Professor Klaus Lang an der neuen Riesenorgel des Stephansdoms gemeinsam mit den Wiener Symphonikern zu hören. Dabei kommt sein Werk „tönendes Licht“ zur Uraufführung. Im Falter-Interview erzählte Lang mehr darüber: „ In ‚tönendes Licht‘ stehen Intervalle aus der pythagoräischen Tetraktys-Proportionierungen – Quinten, Quarten und große Sekunden – im Vordergrund; die kompositorische Struktur basiert auf der Parallelität verschiedener Ebenen, analog zu den verschiedenen räumlichen Ebenen des gotischen dreigeschoßigen Wandaufbaus.“

Gemeinsam mit Polwechsel präsentiert Klaus Lang außerdem das Album „Unseen“. Die Österreich-Premiere findet am 11. November live in der Wiener Jesuitenkirche statt.

Insgesamt sind sieben Projekte mit Orgel bzw. in Kirchen Teil der 33. Festivalausgabe von Wien Modern. Auch das Klangforum Wien lädt zum Festivalauftakt am 29. Oktober in den Stephansdom, dabei kommt wiederum ein weiteres Werk von Klaus Lang zur Aufführung. Und KUG-Professor Winfried Ritsch entlockt robotischen Raumorgeln vom 25.-29. November ungehörte Zwischentöne.

Darüber hinaus verwandelt Georg Friedrich Haas mit 70 Musikinstrumenten aus sechs Jahrhunderten das Kunsthistorische Museum am 28. November in ein begehbares Klangbad mit Idealabstand nicht unter 2 Metern.

Orgel Modern

Wien Modern und vier österreichische Musikuniversitäten, darunter auch die KUG; laden einen Abend lang zu einem frischen Blick auf Orgeln von 1642 ff. Für ein breites künstlerisches Spektrum sorgte im Vorfeld ein Call for Scores, der mit mehr als 40 internationalen Einreichungen – sowohl von renommierten Komponist_innen als auch aus dem Nachwuchsbereich – aufwarten konnte. Daraus wählte eine sechsköpfige Fachjury im August 2020 zwölf sehr unterschiedliche Werke von drei Komponistinnen und acht Komponisten aus Wien, Klosterneuburg, Graz, Linz, Berlin, Madrid, Amsterdam und Novara aus. Diese Werke werden am 7. November in drei Wiener Kirchen zur Uraufführung gebracht. Darunter auch die Werke „der Phönix“ und „möbius“ der KUG-Kompositionsstudierenden Alyssa Aska. Mehr dazu siehe hier.

Wechselwirkung. Eine Montage für das Anthropozän.

Experimentelles Musiktheater wird an drei Abenden (13.-15.11.) im Wiener WUK geboten. Die Produktion „Wechselwirkung“ ist Teil des FWF PEEK Projekts „On the fragility of Sounds“, das an der Kunstuniversität Graz angesiedelt ist.

Der transdisziplinäre Zusammenschluss bestehend aus der Komponistin Pia Palme, der Tänzerin/Choreografin Paola Bianchi, der Sängerin Juliet Fraser, der Theaterwissenschaftlerin Irene Lehmann und der Musikologin Christina Lessiak arbeitet seit 2019 künstlerisch-forschend an „Wechselwirkung“ und weiteren Projekten in Graz und Wien. Diese wachsende kollaborative Struktur rund um Pia Palme entwickelte sich aus vorangehenden Projekten mit Juliet Fraser (seit 2012, 2015 Mordacious Lips, to Dust) und Paola Bianchi (2013, ABSTRIAL). Die experimentelle Arbeitsweise der Gruppe lebt von der wechselseitigen Beeinflussung der individuellen Akteur_innen und vom Ineinandergreifen der unterschiedlichen Praktiken und Wissensvorräte.

Vorstellungen
13.11.2020, 19.00 Uhr
14.11.2020, 17.00 Uhr
15.11.2020, 17.00 und 20.00 Uhr
WUK Projektraum, Währinger Str. 59, 1090 Wien

Näheres dazu unter www.fragilityofsounds.org/wechselwirkung/

Uraufführung der KUG-Studierenden Soyeon Park im Rahmen der Alix Eynaudi-Produktion

Soyeon Park, ebenfalls Studierende der KUG (u.a. der Kompositionsklasse von Clemens Gadenstätter) hat das Werk „rAg-time-lAg für Flügel, Flügeltüren und Fenster“ für Wien Modern geschrieben, das im Rahmen der mehrteiligen Aufführungsserie „Noa & Snow“ von Alix Eynaudi uraufgeführt wird. Mehr

Gianluca Iadema: Aritmie

Ein weiterer KUG-Kompositionsstudierender feiert im Rahmen von Wien Modern die Uraufführung seines Werks: Gianluca Iadema, Studierender von Richard Dünser, präsentiert am 6. November „Aritmie“. „Inspiriert durch Elemente, die von der Klubkultur über Glitch bis hin zu Brahms reichen, hat Gianluca Iadema ein in dreizehn Segmente geteiltes, einstündiges Werk erschaffen, das, einer sorgfältig konzipierten Dramaturgie folgend, zwischen unterschiedlichen Variationen melodischer Formeln, Gesten und visuellen Motiven moduliert, sie verschränkt und kontrapunktiert und durch Zwischenspiele interpunktiert,“ schreibt Alejandro del Valle-Lattanzio darüber. Mehr

Kompositionspreis für Matthias Kranebitter

Der Erste Bank-Kompositionspreis 2020 geht an den Komponisten und ehemaligen KUG-Postgraduate-Studierenden Matthias Kranebitter. Der Preis ist unter anderem verbunden mit mindestens drei Aufführungen innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten durch das Klangforum Wien. Die erste Aufführung findet am 18. November im Rahmen von Wien Modern im Wiener Konzerthaus statt. Mehr