2021 - Desintegrative Harmonik bei Dmitri Schostakowitsch

1. Juni 2021
Gastseminar, 17.00-19.30 Uhr, online
Tobias Schick (Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden)
Desintegrative Harmonik bei Dmitri Schostakowitsch

Zoom Meeting

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Dmitri Schostakowitsch gehört zu den meistgespielten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Obwohl insbesondere seine harmonische Sprache höchst individuell und charakteristisch ist und über einen hohen Wiedererkennungswert verfügt, war diese in der Vergangenheit eher selten Gegenstand musiktheoretischer Betrachtungen, schien sie doch weder emphatisch Neues zu beinhalten noch systematischen Prinzipien zu folgen. Demgegenüber versuche ich zu zeigen, dass Schostakowitschs Harmonik gerade nicht an einem einheitlichen Ideal ausgerichtet ist, sondern ihren Reiz vielmehr aus den strukturellen Unstimmigkeiten bezieht, die durch die Verfremdung durmolltonaler Harmonik entstehen.

Tobias Schick

Tobias Eduard Schick (*1985) studierte Komposition in Dresden und Rom, u.a. bei Mark Andre, Ernst Helmuth Flammer und Manos Tsangaris, elektronische Musik u.a. bei Franz Martin Olbrisch sowie Kontrabass und Klavier. Im Jahr 2017 wurde er mit einer musikwissenschaftlichen Arbeit über Weltbezüge in der Musik Mathias Spahlingers promoviert (Veröffentlichung in den BzAfMw). Schick ist Alumnus der Studienstiftung des deutschen Volkes und des Cusanuswerks. Veröffentlichungen über die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts sowie über ästhetische Fragestellungen u.a. in Publikationsreihen und Zeitschriften wie Musik-Konzepte, Musik & Ästhetik, Archiv für Musikwissenschaft oder MusikTexte. Er arbeitet als freischaffender Komponist und unterrichtet Musikwissenschaft und Analyse an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.
http://www.tobiaseduardschick.info/